Studium
Geoökologie ist eine querschnittsorientierte Umweltnaturwissenschaft. Die Definition, die der Verband für Geoökologie in Deutschland e.V. (VGöD) geprägt hat, lautet:
Hinter „Geoökologie“ verbirgt sich also weder ein anderes Wort für die Physische Geographie noch ist die Geoökologie eine Wissenschaft, die die unbelebten Teilbereiche der Ökologie untersucht.
Im Zentrum der Ausbildung steht die Vermittlung naturwissenschaftlichen Grundlagen- und Expertenwissens sowie dessen Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis. Der Studiengang Geoökologie wurde erstmalig im Jahre 1978 an der Universität Bayreuth angeboten. Mittlerweile existiert das Fach an sechs Hochschulen im Bundesgebiet. Dies sind:
| Hochschule | eingerichtet im Jahr | Studienplätze pro Jahr |
|---|---|---|
| Universität Bayreuth | 1978 | 70 |
| Karlsruher Institut für Technologie (KIT) | 1986 | 50 |
| TU Braunschweig | 1989 | 54 |
| Universität Postdam | 1992 | 70 |
| TU Bergakademie Freiberg | 1996 | 60 |
| Universität Tübingen | 2000 | 20 |
Die große Nachfrage und die beschränkte Zahl der Studienplätze bedingt, dass an fast allen Universitäten in der Regel Zulassungsbeschränkungen für den Studiengang Geoökologie bestehen (Ausnahme Freiberg: keine Zulassungsbeschränkung). Dabei lassen sich grundsätzlich zwei Varianten von Zulassungsverfahren unterscheiden:
Vorpraktika sind nicht erforderlich. Die Studienplätze werden von den einzelnen Universitäten selbst vergeben, so dass die Bewerbungsunterlagen jeweils einzeln angefordert werden müssen. Geoökologie kann nur zum Wintersemester begonnen werden. Bewerbungsschluss ist im Allgemeinen der 15.07. eines jeden Jahres.
Anlaufstellen für Bewerbungen:
Die Geoökologie ist seit dem Wintersemester 2007/2008 an allen Standorten von einem grundständigen Studiengang mit Abschluss zum / zur Diplom-Geoökologen / Diplom-Geoökologin (Dipl.-Geoökol.) auf das neue System gestufter Studiengänge mit Abschlüssen zum Bachelor of Science (B.Sc.) und Master of Science (M.Sc.) umgestellt worden.
Das Bachelorstudium ist auf eine Regelstudienzeit von sechs Semestern angelegt, wobei mindestens 180 ECTS-Punkte nachzuweisen sind (Leistungspunktesystem). An das Bachelorstudium kann sich das Masterstudium von drei Semestern anschließen. Der Masterabschluss stellt einen weiteren berufsqualifizierenden Abschluss dar. Er verleiht dieselben Berechtigungen wie Diplom- oder Magisterabschlüsse an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen. Die Studienstandorte konzipieren momentan so genannte konsekutive Masterstudiengänge für die Geoökologie, die inhaltlich auf den Bachelorstudiengang aufbauen und diesen fachlich fortführen oder vertiefen. Im Anschluss an das Studium ist an allen Hochschulstandorten eine Promotion möglich.
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