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Beruflicher Werdegang von Hans Förner

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E-Mail: Hans Förner

Studienort: Bayreuth
Abschluss: Diplom, Fachrichtung Bodenkunde Standortkunde
Titel Diplomarbeit: Bodenkartierung und Vergleich zweier Fluren unterschiedlicher Bewirtschaftungsweise hinsichtlich chemischer Bodeneigenschaften
Studienzeit: 1980 - 1985
Praktika, Auslandsaufenthalte: 3-wöchiges standortkundliches Geländepraktikum in Südostspanien (März 1984)

Die erste Stelle

Die erste Stelle habe ich im Februar 1986 bis April 1988 im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses am Landratsamt Kronach (Nordbayern) erhalten. Dabei führte ich im Sachgebiet Umweltschutz Erkundungen im Hinblick auf Altlasten durch (Altablagerungen und industrielle/gewerbliche Altstandorte). In diesem Zusammenhang beschäftigte ich mich überwiegend mit Aktenauswertung, Befragung von Zeitzeugen und orientierenden Geländeuntersuchungen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden zusammengestellt und bewertet (Gefährdungsabschätzung). Schließlich erarbeitete ich davon ausgehend Empfehlungen im Hinblick auf das weitere Vorgehen mit den in Rede stehenden Flächen (also z.B. keine weiteren Maßnahmen bzw. weitergehende Untersuchungen in Prioritätsstufen).

Als Sonderaufgabe errichtete ich seinerzeit ein Meßpunktenetz im Landkreis für die Überwachung der Radioaktivität (Folge des Reaktorunglücks Tschernobyl).

Die zweite und folgende Stellen

Die zweite Stelle führte mich seit Mai 1988 nach München zu der seinerzeitigen Isar-Amperwerke AG, einem privaten Stromversorgungsunternehmen, das heute im E.ON-Konzern als E.ON Bayern aufgegangen ist. Im Rahmen der Tätigkeit bei den Isar-Amperwerken beschäftigte ich mich in der Abteilung Umweltschutz überwiegend mit Themen des klassischen betrieblichen Umweltschutzes (Abfallwirtschaft, Gewässerschutz, Immissionsschutz, Naturschutz, Gefahrguttransporte) und umweltorganisatorischen Fragestellungen. Dabei wurden mir auch nach entsprechender Qualifikation über einige Jahre die Funktionen des Abfallbeauftragten und des Gefahrgutbeauftragten des Unternehmens übertragen. Ferner war ich ab 1991 bis zu meinem Ausscheiden stellvertretender Leiter der Umweltschutzabteilung. Zu meinen Aufgaben gehörte auch regelmäßig das Abfassen von rechtspolitischen Stellungnahmen zu einschlägigen Gesetzesinitiativen im Umweltschutz (Verbandsarbeit). Im Zuge der Zusammenlegung des Umweltschutzbereiches mit dem Fachbereich Arbeitsschutz erwarb ich auch die Qualifikation zur Fachkraft für Arbeitssicherheit und übte nachfolgend teilweise Aufgaben des Arbeitsschutzes aus. Insgesamt waren meine Tätigkeiten mit relativ viel Dienstreisen in ganz Deutschland verbunden.

Nachdem Ende der 90er Jahre die Isar-Amperwerke AG in den Bayernwerk-Konzern integriert wurden, wechselte ich 1999 konzernintern zur Bayernwerk Konventionelle Wärmekraftwerke AG (München). Dort bearbeitete ich in der Abteilung "Zentrale Aufgaben" diverse umweltorganisatorische und umweltrelevante Fragestellungen (z.B.Erstellung von Dokumenten zu besten verfügbaren Techniken konventioneller Wärmekraftwerke). Außerdem war ich zuständig für die Durchführung der wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren der konventionellen wie auch (als Dienstleistung für die Kernenergiesparte) der Kernkraftwerke. Ergänzend bearbeitete ich ferner die abwasserabgaberechtlichen Fragestellungen vorgenannter Kraftwerke. Darüberhinaus wurde ich zum Abfallbeauftragten der konventionellen Kraftwerke bestellt und koordinierte die Gefahrgutaktivitäten des Unternehmens. Aufgaben der Vertragspflege bezüglich Gewässerbenutzungen und teilweise auch fischereirechtliche Fragestellungen rundeten das Tätigkeitsprofil ab. Mit dem Wechsel zum Bayernwerk war im Übrigen auch eine deutliche Ausweitung der Verbandsarbeit für die Energiewirtschaft verbunden, was mit noch mehr Dienstreisetätigkeit verbunden war. Schließlich arbeitete ich in einem Projekteam mit, das sich mit der Rekultivierungsplanung für eine 50 Hektar große Aschedeponie beschäftigte, für die ich gleichzeitig zum Abfallbeauftragten bestellt wurde.

Im Zuge der Fusion der Bayernwerk AG mit der Preußen Elektra AG zur E.ON Energie AG (sowie entsprechend deren Tochtergesellschaften) verließ ich die konventionelle Kraftwerkssparte (nach Fusion "E.ON Kraftwerke GmbH") und wechselte in die Rechtsabteilung der E.ON Energie AG (München). Dabei nahm ich jedoch meine bisherigen Aufgaben im Wesentlichen mit und übte diese fortan als Dienstleistung für die konventionellen Kraftwerke aus. Lediglich die Zuständigkeit für die Kernkraftwerke entfiel. Als zusätzliche Funktion übertrug man mir jedoch die Ausübung des Gefahrgutbeauftragten für die ehemaligen konventionellen Bayernwerk-Kraftwerke. Außerdem erhielt ich das Mandat zur Koordination aller Abfall- und Gefahrgutbeauftragten sämtlicher inländischen konventionellen Kraftwerke des Konzerns. Daneben war ich fortan zuständig für die Planung und Betreuung des Bereichsbudgets.

Ende 2002 erfolgte eine erneute Umstrukturierung des E.ON Energie-Konzerns und zugehöriger Tochterunternehmen. Ich landete danach im Rechtsbereich der E.ON Kernkraft GmbH, Büro München, dem ich noch heute angehöre. Meine Aufgaben blieben wieder im Wesentlichen erhalten, d.h. ich war/bin weiterhin in Dienstleistungsfunktion für die konventionelle Kraftwerksgesellschaft tätig. Lediglich die Zuständigkeit im Wasserrecht ging an die Zentrale in Hannover. Im Gegenzug übertrug man mir dafür die Betreuung der Rechtsreferendare am Standort München(Sichtung Bewerbungen, Vorstellungsgespäche, Organisatorisches etc.). Weiterhin betreute ich auch Budgetplanungen im Rechtsbereich.

Im Folgenden arbeitete ich auch in einem komplexen Projekt zur Entwicklung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Oberpfälzer Braunkohlereviers mit (Verfeuerung der Braunkohle im ehemaligen E.ON-Kraftwerk Schwandorf). Dieses Großprojekt integrierte auch jene Aschedeponie, für die ich schon seit 2000 Abfallbeauftragter gewesen bin und an deren Rekultivierungsplanungen ich auch seitdem beteiligt war (siehe oben). Ab dem Jahr 2005 betreute ich dieses Deponieprojekt, das sich wohl noch bis 2015 hinziehen wird, auch als Projektleiter. Im Hinblick auf diese zeitlich wie organisatorisch sehr anspruchsvolle Aufgabe gab ich 2009 die Koordinationstätigkeit der Abfall- und Gefahrgutbeauftragten der konventionellen Kraftwerke an eine Kollegin ab.

Abschließend möchte ich noch anmerken, daß (trotz Laptop und Mobiltelefon) meine Tätigkeit in der Energiewirtschaft zunehmend mit immer mehr Dienstreisen verbunden war und ist, was wohl sicherlich auch auf die gewachsene Größe des Konzerns und der damit gestiegenen Zahl von dessen Standorten zurückzuführen ist. So bin ich heute an mindestens zwei Tagen in der Woche unterwegs, was mit zunehmendem Alter zwar anstrengend, aber doch auch immer wieder abwechslungsreich ist.

Erfahrungen zur Geoökologie

Leider war mein Geoökologie-Studium im Hinblick auf die maßgebliche spätere Tätigkeit nicht ausgesprochen fachlich prädestiniert, da ich mich doch nur begrenzt mit klassischen geoökologischen Fragestellungen beschäftigt habe. Meine juristischen Kollegen des Rechtsbereiches bezeichnen mich auch als "verkappten Juristen", woran sicherlich auch etwas wahr ist. Nichtsdestotrotz war mein breit angelegtes Geoökologie-Studium für mein Berufsleben unzweifelhaft äußerst hilfreich und insoweit eine gute Vorbereitung für die vielfältigen, komplexen Aspekte und Aufgaben, die mich erwarteten und in die ich mich einarbeiten mußte. Erst in den letzten Jahren, im Rahmen des erwähnten Deponieprojektes, werde ich immer häufiger fachlich an meine Studienzeit erinnert, da dieses Projekt vielfach geologisch-hydrogeologische, hydraulische, hydrologische und hydrochemische Fragen und Zusammenhänge berührt. Als Bestandteil einer komplex vernetzten Bergbaufolgelandschaft steht die Deponie in umweltrelevanten Wechselwirkungen mit anderen tagebaubürtigen Objekten (Abraumhalden, Dammschüttungen, Tagebauseen etc). Freilich muß ich die damit verbundenen gutachterlich-planerischen Aufgaben nicht selbst bewältigen, doch bin ich für deren bedarfs-/budget- und termingerechte Ausführung sowie in gleicher Weise für die daraus resultierenden (umwelt)technischen Maßnahmen, also deren Umsetzung, verantwortlich. In diesem Zusammenhang arbeite ich - man horche auf - zum Teil mit Geoökologen von beteiligten Planungs- und Ingenieurbüros zusammen. Dabei hilft mir natürlich mein "gelerntes" geoökologisches Verständnis sehr.


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Letzte Änderung: 10.04.2012