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Der Masterstudiengang "Umweltwissenschaft und Naturschutz" an der Universität Hildesheim

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Aus FORUM der Geoökologie 23 (2), 2012
Von Torsten Richter, Hildesheim

Master passend zum Bachelor

Der viersemestrige M.Sc.-Studiengang „Umweltwissenschaft und Naturschutz“ ist seit dem Wintersemester 2011/12 die konsekutive Fortführung des B.Sc. „Umweltsicherung“. Wie bereits diesen Bachelorstudiengang zeichnet ihn eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der beiden Hauptfächer Geographie und Biologie aus. Ein zentrales Profilelement der Universität Hildesheim, die Theorie-Praxis-Verzahnung, wird auch in diesem Masterangebot aufgegriffen. Ziel ist dabei die Vermittlung einer breiten Methodenkompetenz und vertieften bio- und geowissenschaftlichen Fachwissens immer vor dem Hintergrund einer praktischen Anwendbarkeit. Umweltwissenschaft und Naturschutz ist stets eine Querschnittsaufgabe, angesiedelt an den Nahtstellen zahlreicher Fachdisziplinen.

Unsere Leitidee ist, dass angewandte Umweltwissenschaft vom Verständnis komplexer Zusammenhänge lebt, aber ebenso von der Fähigkeit, diese zu kommunizieren und durch Überzeugung zu führen. Deshalb ist neben einer profunden Ausbildung in den Leitfächern eine möglichst breite Methoden- und Wissenskompetenz unerlässlich.

Aufbau des Studienganges

Die verpflichtenden Basismodule „Erfassen und Bewerten von Standorten und Lebensgemeinschaften“, „Umweltanalytik“ und das biogeochemische Praktikum verbinden exemplarisch die Vermittlung fachübergreifender theoretischer Grundlagen und deren praktische Umsetzung im Freiland in eigenständiger Projektgruppenarbeit (Abb. 1). Der Gedanke des Projektstudiums setzt sich in den Projektmodulen „Nachhaltigkeit: Natur- und Umweltschutz“ und „Nachhaltigkeit: Umweltplanung“ fort. Eine weitergehende Spezialisierung ist in den drei Bereichen „Historische Umweltanalyse“, „Angewandter Naturschutz“ oder „Umweltbildung“ möglich. Individuelle Schwerpunktsetzungen nach den studentischen Interessen lässt zusätzlich der Wahlbereich im Studium und das berufsbezogene Praktikum im Umfang von acht Wochen zu. Das Studienprojekt bereitet auf die abschließende Masterarbeit vor.

Die langjährige bewährte Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus Verwaltung, Forschung, Wirtschaft und angewandter Naturschutzarbeit wie dem TÜV Nord Umweltschutz, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz NLWKN, der Paul-Feindt-Stiftung und dem Institut für ländliche Räume des von Thünen-Instituts ergänzen das universitäre Curriculum.

Beschäftigungsaussichten

Da der Studiengang erst im zweiten Semester läuft, gibt es noch keine Absolventen. Von der Ausbildung und den Praxispartnern her zielt er neben einer weiteren wissenschaftlichen Tätigkeit oder einer anschließenden Promotion auf Natur- und Umweltschutzarbeit in Verwaltung, öffentlichen Einrichtungen oder Verbänden, Mitarbeit in Gutachter- und Planungsbüros und im Bereich der GIS-Anwendungen, Umweltkommunikation und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen öffentlicher Institutionen oder Unternehmen.

Bewerbung und Zulassungsverfahren

Eine Bewerbung ist sowohl zum Wintersemester (Stichtag 15. Juli) als auch zum Sommersemester (Stichtag 15. Februar) möglich. Voraussetzung sind mindestens 150 ECTS in einem fachlich eng verwandten Studiengang an einer deutschen Universität oder ein vergleichbares Studium an einer ausländischen Hochschule mit einer Durchschnittsnote von 2,5 oder besser und ein überzeugendes Motivationsschreiben. Bei einer Durchschnittsnote schlechter 2,5 bis 3,0 muss eine Bewertung der Bachelorarbeit mit mindestens 2,0 oder ein besonders überzeugendes Motivationsschreiben vorliegen. Der erfolgreiche Bachelorabschluss muss spätestens im ersten Semester des Masterstudiums nachgewiesen werden. Näheres zum Verfahren ist den Seiten des Immatrikulationsamtes zu entnehmen.

Als fachlich eng verwandte Bachelorabschlüsse zum B.Sc. Umweltsicherung gelten dabei z.B. Umweltwissenschaft(en), Geo- und Landschaftsökologie, Ökosystemmanagement, aber auch Biologie, Geographie oder entsprechend ausgerichtete Studienverläufe in Agrar- und Forstwissenschaften. Fehlende Grundlagen in den Fachwissenschaften Biologie oder Geographie können als Auflage während der ersten beiden Semester des Masterstudiums nachgeholt werden, so Module zur Artenkenntnis oder Grundlagen der GIS-Anwendung.

Weitere Informationen und alle relevanten Ordnungen finden Sie im Internet auf den Seiten der Universität oder über die Studiengangsseite. Fragen zum Studienverlauf beantwortet Ihnen auch gerne der Fachstudienberater Dr. Torsten Richter telefonisch unter 05121 / 883931 oder via E-Mail an torsten.richter(at)uni-hildesheim.de

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Letzte Änderung: 12.10.2012